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Der Ärger mit Herrn Kaiser

Sind Sie nicht Herr Kaiser? – Wer erinnert sich nicht an die unschuldige Werbung des Versicherungskonzerns, der heute unter der Bezeichnung Ergo-Versicherungsgruppe firmiert. Der immer freundlich lächelnde Herr Kaiser versprach die notwendige Absicherung mit einer Top-Beratung. "Der nette Herr Kaiser tritt ab". Infos zu Deutschlands berühmtestem Versicherungsvertreter.

Der wahre Herr Kaiser?

Einige Jahre später ist der Ruf der makellosen Figur nicht mehr so gut. Kaum konnte etwas Ruhe nach den ausschweifenden Sex-Partys der Top-Seller der Versicherung einkehren, schon steht der nächste Skandal vor der Tür. Tausende Versicherungskunden wurden mit falschen Angeboten gelockt. So wurden vielen Kunden im Angebot deutlich niedrigere Kosten versprochen, als später tatsächlich in Rechnung gestellt wurden. Im Schnitt beläuft sich der Fehlbetrag pro Verbraucher auf 2.300 Euro.

Das brisante an der Geschichte ist die Tatsache, dass das Versicherungsunternehmen mindestens seit 2009 den Fehler kennt. Die Erstattung der zu hohen Verwaltungskosten erfolgte allerdings nur bei den wenigen Kunden, die den Fehler selbst erkannt und angezeigt haben.

Die Versicherung streitet auch einen systematischen Betrug ab. Nach eigenen Angaben ergaben die internen Prüfungen keinen Hinweis auf ein absichtliches strukturiertes Unterschlagen der Informationen. Es müsse sich um Einzelfälle handeln.

Die Glaubwürdigkeit leidet

Die Versicherung war in den Jahren 2005 und 2006 sehr erfolgreich im Vertrieb von Riester-Renten. Der Verkauf der Verträge brachte hohe Provisionszahlungen mit sich. Es kann daher nicht völlig ausgeschlossen werden, dass die Vertreter der Versicherung beim Verkauf mit einigen Schönrechnereien die Entscheidung der Kunden entsprechend beeinflusst haben.

Auch die vergangenen Sex-Partys, die seitens der Geschäftsleitung geduldet und frecher Weise sogar steuerlich  abgesetzt wurden, geben Anlass, um die Aussagen des Konzerns anzuzweifeln. Außerdem müssen solche Veranstaltungen ja auch irgendwie finanziert werden.

Ergo Versicherung verliert aber auch Werbepartner durch Sex-Party-Skandal. Wie im Artikel von arbeitgeberweb.de nachzulesen ist.

Der angerichtete Schaden könnte ca. 216.000 Verträge betreffen. Der Betrag, um den die Kleinanleger betrogen wurden, ist in der Summe sehr hoch. Die Glaubwürdigkeit des Konzerns hat sehr stark gelitten. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Immer mehr Verbraucher stellen bei genauer Prüfung der Angebotsunterlagen fest, dass der tatsächliche Vertrag Abweichungen zu Lasten des Versicherungsnehmers aufweist.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Doch die Vorgehensweise des Konzerns wirft kein gutes Licht auf die anderen Marktakteure, die um die Gunst der Kunden kämpfen und ihre Versicherungsverträge verkaufen wollen.

Es wundert nicht, dass angesichts solcher Zustände der primäre Versicherungsmarkt in den letzten Jahren immer mehr in sich zusammensackte. Es gibt aber auch dieses Jahr "Viele Änderungen auf dem Versicherungsmarkt". Die wichtigsten Änderungen sind auf kreditklick für Sie zusammengefasst.

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