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Die Empörung über die Riester-Rente

Vorsorgen für das Alter ist wichtig: Diese Weisheit ist bereits weit verbreitet und findet auch entsprechende Akzeptanz in der Bevölkerung. Mit der Riester-Rente wurde ein Instrument geschaffen, mit dem es allen Bevölkerungsschichten möglich gemacht wird, die Einkünfte im Alter aufzubessern. Der Blog lohnt-sichs.de berichtete darüber. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich Riester-Produkte am Finanzmarkt nicht zuletzt dank der hohen Zulagen behaupten können.

Das böse Erwachen

Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum macht auch ein Skandal um die Riester-Rente Schlagzeilen. Die Zentrale Zulagenstelle hat beim Abgleich der diversen Daten festgestellt, dass viele Riester-Sparer ihrer Zulagen unberechtigterweise bekommen haben.

Laut kompakt-nachrichten.de haben Sparer aufgrund der sich geänderten persönlichen Verhältnisse höhere Beiträge zahlen müssen. Betroffen waren tausende von Sparern. Die Zentrale Zulagenstelle ließ die bereits überwiesenen Zulagen von den Riester-Konten abbuchen – und zwar ohne die Sparer zu informieren.

Die Empörung in der Öffentlichkeit war groß. Die Medien kritisierten heftig die Vorgehensweise der Behörde und interpretierten dies als ein "Fiasko" für die Riester-Rente.

Das Vertrauen war plötzlich weg…

Es ist durchaus verständlich, dass viele der Betroffenen von der Vorgehensweise der Zulagenstelle enttäuscht waren und ihre Entscheidung für die Riester-Rente bereut haben. Ca. 60 Prozent der Betroffenen gaben an, dass sie künftig lieber zu anderen Finanzprodukten greifen werden.

Diese Reaktion war fatal im Hinblick auf die Bemühungen der Bundesregierung, den Gedanken der Altersvorsorge zu etablieren und die Riester-Rente zum festen Bestandteil der vielfältigen Bausteine in der Altersvorsorgepyramide zu machen.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung drohte endgültig verloren zu gehen. Die alten kritischen Stimmen wurden laut, die die Riester-Rente als ein bürokratisches Ungetüm bezeichnet haben.

….. und wurde wieder hergestellt

Daher erstaunt es nicht, dass die Bundesregierung schnell und unkompliziert gehandelt und Betroffenen eine schnelle Hilfe zugesagt hat. Bereits nach wenigen Wochen wurde ein Gesetz auf den Weg gebracht, das vielen Familien erlaubt, die fehlenden Beiträge nachzuzahlen und somit die zurückgebuchten Zulagen doch wieder zu bekommen. Meinpolitikblog.de berichtete darüber.

Dies betrifft insbesondere die förderungsberechtigten Ehepartner, die nach der Geburt eines Kindes keinen Eigenbeitrag in Höhe von 60 Euro geleistet haben, da der Vertrag noch vor der Geburt des Kindes abgeschlossen wurde. Insbesondere diesem Personenkreis will die Bundesregierung entgegenkommen. Es reicht, die fehlenden Beiträge auf das Riester-Konto einzuzahlen und der Gesellschaft, bei der der Riester-Vertrag geführt wird, mitzuteilen für welche Jahre die Nachzahlung erfolgte.

Die Regulierung hilft den Sparern, die aufgrund der gestiegenen Einkünfte höhere Beiträge hätten zahlen müssen. Dieser Personenkreis verliert die Zulagen endgültig.

Die Regierung hat die Probleme erkannt und Verbesserungen, vor allem im Bereich Information, angekündigt.

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